Logo mit Schriftzug Alte Hansestadt Lemgo

Bitte bei den E-Mail-Adressen das (at) durch ein @ ersetzen, falls Sie die Adresse nicht direkt über Outlook aufrufen! Bitte versenden Sie nur PDF-Dateien an das Stadtarchiv - andere Dateitypen werden aus Sicherheitsgründen blockiert!

Süsterhaus - Stadtarchiv Lemgo

Unsere Öffnungszeiten

Montag - Mittwoch
nach Vereinbarung

Donnerstag
08.30 - 12.30 Uhr
13.30 - 18.00 Uhr

Freitag
08.30 - 13.00 Uhr

„Ein Archiv ist keine Raritätensammlung und kein historisches Museum, sondern organischer Bestandteil behördlicher Aktenverwaltung“ (Zitat nach Dr. Erich Kittel)



Aktuelles:

Neue Archivsatzung und Gebührenordnung des Stadtarchivs im Kreisblatt veröffentlicht!

Im Kreisblatt (Amtsblatt des Kreises Lippe und seiner Städte und Gemeinden), Nr. 45 vom 10.08.2018 sind die neue Archivsatzung und die neue Gebührensatzung des Stadtarchivs veröffentlicht worden und mit dem Tag nach der Veröffentlichung in Kraft getreten. Die bisherige Benutzungsordnung und der Gebührentarif für das Stadtarchiv von 2009 sind gleichzeitig außer Kraft getreten.

Bisher regelte nur die Benutzungsordnung des Stadtarchivs aus dem Jahr 2009 den Zugang zum Archivgut und dessen Benutzungsformen. Seitdem haben sich durch Novellierungen des Landesarchivgesetzes NRW, zuletzt 2010 und 2014, neue Aufgaben und rechtliche Vorgaben auch für die Kommunalarchive, v. a. im Hinblick auf den Umgang mit elektronischen Unterlagen, ergeben:

  • Beratung der Trägerkommune des Archivs  bei der Verwaltung, Aufbewahrung und Sicherung der Unterlagen (ArchivG NRW § 3 Abs. 6).
  • Beteiligung der Kommunalarchive bei der Planung, Einführung und wesentlichen Änderungen von IT-Systemen zu beteiligen, um spätere Übernahmen elektronischer Unterlagen sicherzustellen (ArchivG NRW § 3 Abs. 6).
  • Einsichtnahme in Unterlagen und begleitende Hilfsmittel und Daten zur Feststellung der Archivwürdigkeit (ArchivG NRW § 4 Abs. 1 Satz 4)
  • Ebenfalls Anbietung von elektronischen Unterlagen, die einer laufenden Aktualisierung unterliegen (ArchivG NRW § 4 Abs. 1 Satz 5).
  • Die Erhaltung von Archivgut in seiner Entstehungsform (ArchivG NRW § 5 Abs. 2)
  • Unveräußerlichkeit von Archivgut: Auch nichtamtliches Archivgut gilt nunmehr als unveräußerlich. Die Beschränkung auf amtliches Archivgut wurde 2014 aufgehoben.

Zudem haben sich die archivgesetzlichen Schutzfristen bei personenbezogenem Archivgut verändert (Verlängerung der Geburtsfrist um 10 Jahre). In der Benutzungsordnung des Stadtarchivs von 2009 war dadurch eine Schutzfrist nicht mehr konform mit dem Landesarchivgesetz.

Die Archivsatzung regelt erstmalig und einheitlich die Bereiche Benutzung und Aufgabenwahrnehmung des Lemgoer Stadtarchivs auf aktueller, gesetzlicher Grundlage.

Im Bereich der archivgesetzlichen Schutzfristen und des Datenschutzes, wo auch weiterhin gesetzliche Änderungen zu erwarten sind (siehe EU-Datenschutzgrundverordnung), verweist die Archivsatzung auf das Landesarchivgesetz, so dass keine laufenden Anpassungen mehr erforderlich sein dürften.

Die neue Gebührenordnung passt die Gebührentatbestände der allgemeinen Verwaltungsgebührensatzung aus Gründen der geplanten Vereinheitlichung bereits an. Dafür mussten einzelne Gebühren entsprechend angeglichen werden.

Die wichtigsten Neuerungen für Archivbenutzer:

  • Die bisherige Tagesgebühr bei der Benutzung des Stadtarchivs vor Ort wurde ersatzlos gestrichen.
  • Die Erteilung von schriftlichen Auskünften (Anfragem) ist für alle kostenfrei, wenn für die Beantwortung der Anfrage keine Einsichtnahme in Archivgut erforderlich ist.
  • Im Lesesaal gilt eine grundsätzliche, kostenfreie Fotografiererlaubnis von Archivgut.
  • Die zeitweise Ausleihe von Medien aus der Archivbibliothek ist in der neuen Archivsatzung erstmals rechtlich verankert.
  • Die Möglichkeit zur Ermäßigung der Gebühren bei Anfragen und Auftragsreproduktionen gilt als Neuerung auch für alle Mitglieder des Vereins Alt Lemgo e. V.
  • Führungen durch das Stadtarchiv sind für alle Gruppen kostenlos.

Akten aus dem Stadtarchiv wieder zur Massenentsäuerung

Am 2. August 2018 wurden 964 Archivalien aus dem Stadtarchiv mit der Laufzeit zwischen 1850 und 1970 zur sogenannten Massenentsäuerung an das LWL-Archivamt in Münster abgegeben. Diese Akten stehen voraussichtlich erst wieder ab Frühjahr 2019 zur Benutzung im Archiv zur Verfügung. Die Liste der betroffenen Archivalien finden Sie hier.

Die 2017 in die Massenentsäuerung gegebenen Archivalien sind ebenfalls gestern wieder zurück gekommen und können in den nächsten Tagen wieder benutzt werden.


LLB Detmold digitalisiert Lemgoer Handschriften

Im Handschriftenbestand der Lippischen Landesbibliothek Detmold (LLB) befinden sich zwei Handschriften, die einen historischen Bezug zu den Lemgoer Archivbeständen haben und vermutlich in Lemgo entstanden sind. Die LLBb hat dankenswerterweise beide Handschriften digitalisiert und online gestellt.

Zum einen ist dies die Handschrift LLB Mscr 171 (Digitalisat), die eine Abschrift der Lemgoer Statuten in 40 Capiteln vom Jahre 1586 enthält. Die Lemgoer Statuten liegen auch in anderen Abschriften im Lemgoer Archivbestand vor: u. a. A 1193, A 450 und A 531. Weitere Informationen zu den Lemgoer Statuten sind dem gleichnamigen Beitrag im Archivblog Lippe zu entnehmen. Dort auch eine maschinenschriftliche Transkription des handschriftlichen Textes als PDF-Download.

In der gebundenen Detmolder Handschrift sind aber auch die städtischen Vormundschaftsbestellungen aus den Jahren 1607 bis 1626 enthalten. Die nachfolgenden Jahre (bis 1858) sind im Stadtarchiv Lemgo in A 523 protokolliert. Damit ist von 1607 bis 1858 eine vollständige Liste vorhanden.

Die zweite Handschrift LLB Mscr 170 (Digitalisat) enthält die Rechnungsführung der Lemgoer Stadtkämmerei (Lohntage) aus den Jahren 1602 bis 1632. In diesem Zeitraum sind die städtischen Kämmereirechnungen nur lückenhaft überliefert, so dass dieser Band eine wichtige Ergänzung darstellt.

Die Überlieferungsgeschichte der beiden Handschriften lässt sich anhand von Eintragungen in den Bänden teilweise rekonstruieren.  Mscr 171 soll 1876 vom Marstalls Registrator Plöger angekauft bzw. durch einen Kutscher der Prinzessin Louise auf einer Auktion in Lemgo erstanden worden sein. Mscr 170 soll ein Geschenk von Professor Bernhard zu Lemgo an den Hauptmann zu Donop aus dem Jahr 1874 sein, der den Band 1875 der öffentlichen Bibliothek in Detmold schenkte. Für das Lemgoer Gymnasium ist tatsächlich ein Oberlehrer Prof. Dr. Otto Bernhardt (geb. 16.01.1838 in Meiningen, gest. 03.06.1884 in Lemgo, am Gymnasium zwischen 1868 – 1883)  nachgewiesen. Er unterrichtete u. a. in Geschichte u. Latein, eventuell kam er darüber in Kontakt mit den alten Aufzeichnungen der Stadt. Das damalige Lemgoer Stadtarchiv befand sich in einem durchaus chaotischen Zustand, bevor der Lemgoer Gymnasiallehrer August Schacht irgendwann zwischen 1879 und 1886 die Archivleitung nebenamtlich übernahm und erste Ordnungsarbeiten durchführte. 

Zur Geschichte des Stadtarchivs und den damaligen Zuständen, vgl. auch den Vortrag "Rück- und Ausblicke" zum Jubiläum des Stadtarchivs 2015.


Ältere Meldungen aus "Aktuelles" finden Sie unter "Aktivitäten"

Stadtarchiv
Süsterhaus
Rampendal 20a
32657 Lemgo
stadtarchiv(at)lemgo.de

Stadtplan (Link)

Leitung:

Marcel Oeben
Tel. 0 52 61 - 21 34 13
Fax 0 52 61 - 21 31 61
m.oeben(at)lemgo.de

Mitarbeiter:

Robin Butte
0 52 61 - 21 32 75
Fax 0 52 61 - 21 31 61
stadtarchiv(at)lemgo.de