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„Ein Archiv ist keine Raritätensammlung und kein historisches Museum, sondern organischer Bestandteil behördlicher Aktenverwaltung“ (Zitat nach Dr. Erich Kittel)



Aktuelles:

Der Mann „vor“ der Lemgoer Altstadtsanierung – Harald Deilmann als Architekt und Städteplaner - Zoom-Vortrag am 08. Mai 2021

Im Herbst 2020 wurde die Lemgoer Realschule am Heldmanskamp unter Denkmalschutz gestellt. Den Architekten dieses Bauwerks Harald Deilmann (1920 – 2008) verbindet man in Lemgo aber v. a. mit dem Konzept einer tiefgreifenden Sanierung der Lemgoer Altstadt Ende der 1960er Jahre, das eine Verdoppelung der damaligen Einwohnerzahl innerhalb der Wälle, die Schaffung von zahlreichen innerstädtischen Parkplatzen (ober- und unterirdisch) und den Abriss eines Teils der Bebauung im Stadtzentrum vorsah.

Wer war dieser Architekt Deilmann, dessen Vorschläge zur Sanierung in Lemgo anfänglich einheitlich positiv aufgenommen und dann zunehmend in die Kritik gerieten? Wie ist er und seine Arbeit einzuordnen? Was zeichnete seine städtebaulichen Ansätze und Gutachten aus?

Der Architekt und Journalist Stefan Rethfeld geht diesen Fragen in seinem Zoom-Vortrag zum Tag der Städtebauförderung am 8. Mai 2021 ab 16 Uhr nach.

Zugang zum Zoom-Meeting erhalten Sie über den nachfolgenden Link:

https://zoom.us/j/95120998738?pwd=elFhKzUwNm5mUk5JVWNBYmJOd0R4Zz09

Meeting-ID: 951 2099 8738

Kenncode: 526350

Die Teilnahme ist kostenlos. Im Anschluss können Sie über Zoom auch gerne Fragen an den Referenten richten.


Der 1. Mai-Feiertag in Lemgo oder die (versuchte) Erfindung einer Tradition vor 85 Jahren

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage wird der Internationale Tag der Arbeit am 1. Mai 2021 nicht wie üblich mit Veranstaltungen und Kundgebungen vor Ort stattfinden. Die Entstehungsgeschichte dieses Feiertages ist hinlänglich bekannt – erstmals unter den Nationalsozialisten 1933 zum nationalen Feiertag erklärt und während des Dritten Reiches als Propagandaveranstaltung der „Volksgemeinschaft“ (natürlich unter Ausschluss aller Gruppen, die nicht dazu zählten) missbraucht. Perfiderweise wurden ja am 2. Mai 1933 die Gewerkschaftshäuser gewaltsam besetzt und damit für jeden sichtbar eine unabhängige Arbeiterorganisation zerschlagen. Fortan wurde dieser Tag für die NS-„Gemeinschaftspflege“ vereinnahmt. Davon zeugen auch zahlreiche Fotoaufnahmen in den Beständen des Stadtarchivs Lemgo aus den 1930er Jahren, die die zum Teil sehr aufwendig gestalteten Umzüge der Betriebsgruppen mit Motivwagen, fahnengeschmückte Aufmärsche und das Begleitprogramm zeigen (siehe weiter unten). Darunter befindet sich auch die nebenstehende Aufnahme des Marktplatzes vor dem Ballhaus. Prominent in Szene gesetzt: ein Maibaum. An der höchsten Stelle das Hakenkreuz und etwas weiter darunter das Emblem der Deutschen Arbeitsfront (DAF), die maßgeblich bei Organisation und Vorbereitung beteiligt war. Wenn man allerdings genauer hinsieht, erkennt man Schilde mit Symbolen der verschiedenen Berufszweige. So ließe sich dieses Gebilde auch als sog. Zunftbaum deuten, der aus anderen Gegenden, aber auch aus Lippe durchaus noch bekannt ist und die Wappen der ehemaligen Zünfte vor Ort präsentierte.

Bemerkenswert ist, dass die Aufrichtung von Maibäumen, abgesehen von anderen Maibräuchen, bis dahin nicht zum hergebrachten lippischen Brauchtumsbestand zählte und im heutigen Kreisgebiet fast unbekannt war. Erst für 1936 lässt sich die Errichtung des Maibaumes für Lemgo nachweisen, außerdem die Wahl einer Maikönigin und die Fertigung eines Festwagens für die Maikönigin. Man kann hier also durchaus von einer teilweise erfundenen Tradition durch die Nationalsozialisten sprechen. Darin kommt auch der Wille zu einer reichsweiten Vereinheitlichung der Traditionsbildung zum Ausdruck, der auf lokale und regionale Besonderheiten keine Rücksicht nahm. Natur- und Heimatverbundenheit im nationalen Sinne sollten dadurch gestärkt werden.

Die Aufnahme scheint ursprünglich aus dem Lemgoer Fotografenhaus Fritz Ohle in der Haferstraße zu stammen. Eine Datierung ist nicht vorhanden, aber das Banner über dem Eingang zum Ballhaus „…Dankopfer dem Führer“ nimmt sicherlich Bezug zur SA-Aktion „Dankopfer der Nation“, die am 20. April 1936 (am Geburtstag Adolf Hitlers) durch den SA-Stabschef Viktor Lutze ins Leben gerufen wurde und zu Geldspenden für den „Führer“ zur „Schaffung neuer großer Kulturwerte“ aufrief. Aktionszeitraum war zumeist zwischen Mitte April und Mitte Mai. Die Lemgoer haben daraus anscheinend direkt eine Spende für den „Führer“ gemacht…Die Aufnahme könnte also 1936 oder zumindest danach entstanden sein.  Ob nachfolgend jedes Jahr ein solcher Mai- oder Zunftbaum aufgestellt wurde, ist nicht gesichert.

Am 1. Mai 1946 wurde nach Ende des Zweiten Weltkrieges erstmals wieder ein „Tag der Arbeit“ durch den Freien Deutschen Gewerkschaftsbund in Lemgo organisiert, der sich aber (zumindest bis 1948) mit einem „marschierenden“ Festumzug durch die Stadt noch deutlich am Ablauf aus der Zeit vor 1945 orientierte. Ab 1948 fiel der Festumzug ersatzlos fort. Ein Maibaum wurde nach 1945 bei den Maifeierlichkeiten in Lemgo nicht mehr erwähnt; die Traditionserfindung hatte sich letztlich wohl doch nicht durchgesetzt…


Änderung: Öffnung des Lesesaals des Stadtarchivs ab dem 30. März 2021 unter Einschränkungen!

Nach der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW vom 23.04.2021 (in der ab 3. Mai 2021 gültigen Fassung) kann der Lesesaal des Stadtarchivs unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen weiterhin genutzt werden. Nutzer*innen müssen bei ihrer Ankunft im Lesesaal einen bei einer offiziellen Teststation durchgeführten, negativen Corona-Schnelltest  in Papierform oder in elektronischer Form vorweisen. Das Testergebnis darf höchstens 24 Stunden alt sein. Erst dann kann eine Nutzung des Lesesaals erfolgen. Ein Zuhause durchgeführter Schnelltest erfüllt nicht die Bedingungen!  Eine Übersicht der anerkannten Testzentren hat der Kreis Lippe auf seiner Internetseite veröffentlicht. 

Eine nachgewiesene Immunisierung steht inzwischen dem Nachweis eines negativen Testergebnisses gleich. Dazu sind folgende Nachweismöglichkeiten zugelassen:

a) der Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff,

oder

b) der Nachweis eines positiven Testergebnisses, das auf einer Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) beruht und mindestens 28 Tage sowie maximal 6 Monate zurückliegt,

oder

c) den Nachweis eines positiven Testergebnisses nach b) in Verbindung mit dem Nachweis der mindestens 14 Tage zurückliegenden Verabreichung mindestens einer Impfstoffdosis gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff.

Die sonstigen Bestimmungen nach der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW vom 23.04.2021 (Hygiene, Abstand, medizinische Schutzmaske usw.) gelten fort.

Diese Regelung gilt bis auf Weiteres.

Nutzen Sie auch unsere digitalen Angebote (u. a. Digitalisate und Findmittel)!

Das Team des Stadtarchivs


Sammelaufruf von Stadtarchiv und Städtischen Museen zur Dokumentation der Corona-Auswirkungen

Geschlossene Geschäfte und Schulen, Home-Office, Abstand halten, Schutzmasken tragen, Solidarität, Zukunftssorgen… Die Auswirkungen der Corona-Pandemie betreffen uns alle, verändern unseren privaten und beruflichen Alltag. Doch was wird davon in Erinnerung bleiben? Um diese Auswirkungen zu dokumentieren und dauerhaft zu erhalten, möchten das Stadtarchiv und die Städtischen Museen Lemgo gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sammeln.

Wir sammeln beispielsweise Texte (Ihre persönliche Corona-Geschichte, Tagebucheinträge, Notizen…), Audiovisuelle Aufzeichnungen (Ihr durch Corona veränderter Alltag in der Familie, Verein oder Firma), Fotos (Beobachtungen, die sie überrascht, erstaunt oder schockiert haben) und Gegenstände, die sie mit der Krise verbinden oder die in dieser Zeit eine besondere Bedeutung für Sie erlangt haben. Auch Plakate und Bekanntmachungen sollten Sie nach Ende der Krise nicht einfach wegwerfen, sondern uns zukommen lassen. Aufgerufen sind alle Lemgoer/innen, aber auch die privaten Initiativen, Vereine, Unternehmen und sonstigen Gruppen in unserer Stadt.

Hier geht es zu den weiteren Informationen...


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