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„Ein Archiv ist keine Raritätensammlung und kein historisches Museum, sondern organischer Bestandteil behördlicher Aktenverwaltung“ (Zitat nach Dr. Erich Kittel)



Aktuelles:

Änderung: Schließung des Stadtarchivs bis mindestens zum 07.03.2021 für die Benutzung vor Ort!

Das Land Nordrhein-Westfalen verlängert den Lockdown bis mindestens zum 7. März 2021. Deswegen bleibt der Lesesaal des Stadtarchivs weiterhin für die Benutzung geschlossen. Sie können das Stadtarchiv wie bisher über E-Mail, Telefon und Brief erreichen. Reproduktionsaufträge für Archivalienkopien werden unverändert bearbeitet.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund!

Das Team des Stadtarchivs


Beitrag des Stadtarchivs Lemgo zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2021

Der am 29. Januar 1876 geborene Eduard Steinmeier ist am 2. Mai 1942 im Konzentrationslager Dachau verstorben und am 6. Mai daselbst eingeäschert. Da Steinmeier anscheinend keinerlei Angehörige mehr hat, bitte ich Sie, die Aschenurne auf dem Rathause abzuholen und auf dem Friedhofe in einem Reihengrabe beizusetzen. Die Kosten für das Grab und Ihre Bemühungen wollen Sie demnächst beim Wohlfahrtsamt anfordern.“ Mit diesen dürren Worten wurde am 9. September 1942 der Lemgoer Totenbitter (Totengräber) Büscher durch das städtische Grundbesitzamt angewiesen, die sterblichen Überreste eines gebürtigen Lemgoers, NS-Opfers und KZ-Insassen auf dem örtlichen Friedhof (Rintelner Straße) beizusetzen, was am 10.09.1942 (bzw. laut Gräberliste am 11.09.1942) auch erfolgte.

Wer war nun dieser Eduard Steinmeier? Die amtlichen Quellen und Bestände des Stadtarchivs geben zumindest einige Informationen. Aus seiner standesamtlichen Geburtsurkunde vom 26. Januar 1876 geht hervor, dass er als Sohn des Maurers Conrad Heinrich Steinmeier und der Marie Wilhelmine Henriette Steimeier, geb. Brinkmann im Haus Heiligengeister Bauerschaft 89a (nach 1912: Orpingstraße 31) am 24. Januar 1876 (nicht wie durch das KZ Dachau angegeben) geboren wurde. 1942 trug der Lemgoer Standesbeamte auch die Sterbefallanzeige des Standesamtes Dachau II nach. Dieses Standesamt war eigens für die zahlreichen Todesfälle im KZ Dachau eingerichtet worden, um vermutlich das städtische Standesamt in Dachau zu entlasten. Die Sterbeurkunden der für die Konzentrationslager zuständigen Standesämter waren, was die tatsächliche Todesursache der beurkundeten Person anbelangt, meist wenig zuverlässig und wahrheitsgemäß, wenn Angaben überhaupt gemacht wurden. Damit wissen wir aber zumindest etwas über den Anfang und das Ende des Lebens von Eduard Steinmeier. Für die Zeit dazwischen liefert nur die Karteikarte aus dem städtischen Melderegister einige Hinweise. Demnach war Steinmeier Arbeiter, von lutherischer Konfession und kehrte nach dem Ersten Weltkrieg im Dezember 1918 nach Lemgo zurück. An den wechselnden An- und Abmeldungen lässt sich ableiten, dass er Wanderarbeiter war, vermutlich unterwegs als Ziegler ins Ruhr- und Zechengebiet (Bochum, Ahlen, Waltrop…). Nach 1925 scheint er nicht mehr nach Lemgo zurückgekehrt zu sein, zumindest hören die Eintragungen auf der Rückseite seiner Meldekarte auf. 1942 folgte dann der Hinweis auf den Sterbefalleintrag im Standesamt Dachau II. Warum E. Steinmeier im KZ Dachau inhaftiert war, entzieht sich unserer Kenntnis; vermutlich aus politischen Gründen, d. h. wegen illegaler Tätigkeit für KPD oder SPD. Ein Großteil der Häftlinge im KZ Dachau waren genau aus solchen Gründen dort, so dass diese Vermutung durchaus plausibel ist. Hier wären aber weitere Nachforschungen über die KZ-Gedenkstätte Dachau, die Arolsen Archives (Internationales Zentrum für NS-Opfer) und weitere, ähnliche  Dokumentationsstellen und Archive erforderlich, um diese verschüttete Biographie wieder sichtbarer zu machen. Hatte er tatsächlich keine Angehörigen mehr, keine Geschwister? Wenn doch, gibt es noch Fotoaufnahmen von ihm?

 

Archive dienen mit ihren Quellen der Erinnerung und so können nüchterne Verwaltungsunterlagen helfen, das Schicksal eines Menschen, der Opfer eines Unrechts- und Gewaltregimes geworden ist, zu rekonstruieren. Dazu ist aktive Erinnerungsarbeit erforderlich, woran der heutige Gedenktag des 27. Januar mahnen soll.


Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2020 - Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft - Hilfestellung des Stadtarchivs Lemgo

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland. Er will bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte wecken, Selbstständigkeit fördern und Verantwortungsbewusstsein stärken. Ausgeschrieben wird der Geschichtswettbewerb zu wechselnden Themen in einem zweijährigen Turnus durch die Hamburger Körber-Stiftung. In diesem Jahr lautet das übergreifende Motto (ab dem 01. September 2020 offiziell): Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft.

Die nachfolgenden Hinweise und Informationen sollen die Archivarbeit für Schülerinnen und Schüler, die am Geschichtswettbewerb teilnehmen wollen, erleichtern und unterstützen. Auch Lehrkräfte, deren Schülerinnen und Schüler Interesse an einer Teilnahme haben, finden hier Informationen:

Hinweise und Empfehlungen des Stadtarchivs Lemgo

Es empfiehlt sich jedoch immer im Vorfeld, vor der Entscheidung für ein Thema oder eine Fragestellung, das Gespräch mit dem Stadtarchiv zu suchen, um die Quellen- und Literaturlage abzuklären. Die inhaltliche und formale Gestaltung des Wettbewerbsbeitrages kann dann mit der betreuenden Lehrkraft erfolgen bzw. nach den Vorgaben der Körber-Stiftung.


Sammelaufruf von Stadtarchiv und Städtischen Museen zur Dokumentation der Corona-Auswirkungen

Geschlossene Geschäfte und Schulen, Home-Office, Abstand halten, Schutzmasken tragen, Solidarität, Zukunftssorgen… Die Auswirkungen der Corona-Pandemie betreffen uns alle, verändern unseren privaten und beruflichen Alltag. Doch was wird davon in Erinnerung bleiben? Um diese Auswirkungen zu dokumentieren und dauerhaft zu erhalten, möchten das Stadtarchiv und die Städtischen Museen Lemgo gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sammeln.

Wir sammeln beispielsweise Texte (Ihre persönliche Corona-Geschichte, Tagebucheinträge, Notizen…), Audiovisuelle Aufzeichnungen (Ihr durch Corona veränderter Alltag in der Familie, Verein oder Firma), Fotos (Beobachtungen, die sie überrascht, erstaunt oder schockiert haben) und Gegenstände, die sie mit der Krise verbinden oder die in dieser Zeit eine besondere Bedeutung für Sie erlangt haben. Auch Plakate und Bekanntmachungen sollten Sie nach Ende der Krise nicht einfach wegwerfen, sondern uns zukommen lassen. Aufgerufen sind alle Lemgoer/innen, aber auch die privaten Initiativen, Vereine, Unternehmen und sonstigen Gruppen in unserer Stadt.

Hier geht es zu den weiteren Informationen...


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