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Unsere Öffnungszeiten

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„Ein Archiv ist keine Raritätensammlung und kein historisches Museum, sondern organischer Bestandteil behördlicher Aktenverwaltung“ (Zitat nach Dr. Erich Kittel)



Aktuelles:

Änderung: Öffnung des Lesesaals des Stadtarchivs ab dem 25. Mai 2021 ohne Test- oder Impfnachweis!

Die bundesweite Notbremse ist für Lippe seit Freitag, 21. Mai aufgrund der sinkenden Inzidenzwerte aufgehoben. Es gelten auch weiterhin die Maßnahmen, die in der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW vom 23.04.2021 (in der ab 22. Mai 2021 gültigen Fassung) und in der Corona-Allgemeinverfügungen des Kreises Lippe geregelt werden. Demnach ist das Vorzeigen eines negativen Corona-Schnelltests oder der Nachweis einer entsprechenden Immunisierung nicht mehr Voraussetzung für die Nutzung des Lesesaals.

Die sonstigen Bestimmungen (Hygiene, Abstand, medizinische Schutzmaske usw.) gelten fort.

Diese Regelung gilt bis auf Weiteres.

Nutzen Sie auch unsere digitalen Angebote (u. a. Digitalisate und Findmittel)! Anfragen werden natürlich weiterhin beantwortet.

Das Team des Stadtarchivs


Ihrer Zeit voraus - Neue Veröffentlichung des MWG zu Marianne Weber

Im vergangenen Jahr (2020) wäre Marianne Weber, geb. Schnitger, 150 Jahre alt geworden, geboren am 2. August 1870 in Oerlinghausen. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten die ursprünglich für 2020 geplanten Ehrungen abgesagt werden und die Lehrerin am Marianne-Weber-Gymnasium in Lemgo Romy Brüggemann suchte nach Alternativen. Das Ergebnis dieser Suche wurde jetzt als Buch "Ihrer Zeit voraus. Marianne Weber im Blick unserer Schule" im Verlag e-enterprise veröffentlicht. Erstmals begeben sich darin auch Schüler*innen des MWG auf die Suche nach der Namensgeberin ihrer Schule (auch im Stadtarchiv), schrieben fiktive Briefe, verfassten Gedichte, zeichneten Comics, produzierten Videos, wirkten an einer Radiosendung mit und führten Interviews. Nicht zuletzt setzten sie sich mit Fragen der Gleichberechtigung und der Frauenbwegung auseinander. Herausgekommen ist in erster Linie keine historische Abhandlung zu Marianne Weber, aber eine aktuelle Auseinandersetzung mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Wirken bis in die Gegenwart.

Aus dem inzwischen aufgelösten Marianne-Weber-Institut in Oerlinghausen konnte das Stadtarchiv Lemgo auch einen interessanten Original-Brief aus dem Jahr 1875 übernehmen. In diesem Jahr lebte Marianne Schnitger, nach dem Tode ihrer Mutter, bereits bei ihrer Großmutter und Tante Flora in Lemgo, da ihr Vater Eduard Schnitger sich krankheitsbedingt nicht um sie kümmern konnte. Eine Transkription des handschriftlichen Briefes ist im neuen Buch zu finden oder auch hier:

"Liebe Flora!
Die Kleine hat sich gewiß schon in ihrer neuen Heimath eingelebt und ihren Papa, der so häufig an sie denkt, halb und halb vergessen. - Kinder sind gewöhnlich keine Grübler; sie gewöhnen sich bald, und
die Vergangenheit entschwindet bald ihres Sinnen und Denken. Es mag ja auch was für sich haben! Sonstige Sorgen mache ich mir um sie nicht, da ich weiß, daß sie in den besten Händen ist. Der Mutter bin ich
für ihre große Mühe, der sie sich meinetwegen unterzogen hat, sehr dankbar. Da ich die Sachen mir nachgesehen habe, so ist es mir dagegen liebgewesen, daß ihre ordnende Hand einmal durch mein
kleines Hauswesen durchgegangen ist. Hoffentlich wird ihr die Überanstrengung keinen dauernden Schaden bringen und Eure gemeinschaftliche Pflege ihre angegriffene Gesundheit wieder kräftigen
und stärken.
Küsse mein liebes Kind von mir, sage ihr, daß ich sie bald einmal besuchen würde, und seid herzlich gegrüßt von Eurem Bruder Ed[uard].

N[ach].S[atz]. Kommode und Wanne kommen mit dem nächsten Fuhrmann; leider höre ich, daß sich nur Ende dieser Woche keine Gelegenheit bieten wird. Dr. S[chnitger]."

Die restlichen Unterlagen und Aufzeichnungen des Marianne-Weber-Institutes sind jetzt im Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel. Der Hauptteil ihres persönlichen Nachlasses befindet sich allerdings in der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Im Stadtarchiv Lemgo haben wir mit diesem Brief erstmals ein Privatdokument aus ihrem engsten Familienkreis. Ansonsten ist fast nichts zu ihr im Stadtarchiv vorhanden, lediglich einzelne Hinweise in amtlichen Unterlagen zu ihrer Großmutter und Tante.

Die Überlieferung des Marianne-Weber-Gymnasiums bis zu den ersten Ursprüngen im 19. Jhd. ist allerdings im Stadtarchiv vorhanden und könnten für eine Auseinandersetzung mit der örtlichen Schulgeschichte und der höheren Mädchenbildung durchaus noch genutzt werden. Vielleicht ein Ansporn für Lehrer*innen und Schüler*innen des MWG...


Scheiterhaufen im "Kampf gegen Schund und Schmutz" - Bücherverbrennung in Lemgo 1953

"Aus Protest und zur Abwehr der Zersetzungsmächte gewissenloser Geschäftemacher, die unsere junge Generation mit ihren zweifelhaften und unsittlichen Druckerzeugnissen vergiften, werden von der Jugend heute, Sonnabend, 20 Uhr, vor der Jugendherberge in Lemgo Schund- und Schmutzhefte in einer Kundgebung verbrannt." (Lippische Rundschau, 31.10.1953)

Mit dem Thema Bücherverbrennung verbindet man zumeist die Zeit das Nationalsozialismus, insbesondere die "Aktion wider den undeutschen Geist" am 10. Mai 1933, die in vielen deutschen Städten stattfand. Diese Art der öffentlichen und demonstrativen Zerstörung literarischer Erzeugnisse hat jedoch eine lange Tradition, die in die Zeit vor 1933, aber auch in die Nachkriegszeit nach 1945 reicht. Die Ankündigung der Lippischen Rundschau zeigt, dass es auch in Lemgo nach 1945 eine Bücherverbrennung gab, wenn auch nicht aus politischen Gründen.

Mit dem Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften vom 9. Juni 1953 wurde in der jungen Bundesrepublik eine gesetzliche Grundlage für das Verkaufsverbot jugendgefährdender Schriften an Jugendliche unter 18 Jahren geschaffen. Mit der Durchführung des Gesetzes wurde die neu gebildete Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften beauftragt, die eine entsprechende Liste der für den Verkauf nicht zugelassenen Schriften führte. Dazu zählten vor allem "unsittliche, sowie Verbrechen, Krieg und Rassenhaß verherrlichende Schriften". Zu den Schriften zählten auch Abbildungen. Diese Definition ließ einen gewissen Ermessensspielraum zu. Neben pornografischen Schriften waren aber vor allem sog. Groschenhefte, Comics und Wildwest-Heftchen Medien, gegen die kirchliche und konservative Kreise regelrecht zu Felde zogen, aber auch unterstützt durch Verwaltung und Polizei.

Bereits durch Runderlaß des NRW-Innenministers vom 25.01.1952 wurden die nachgeordneten Verwaltungs- und Polizeieinrichtungen angewiesen, diejenigen Personen, die unzüchtige Schriften, Abbildungen, Darstellungen usw. herstellen, einführen oder damit Handel treiben, zu ermitteln. Im besonderen Fokus standen dabei die Kioske und Zeitungsstände.

In Lemgo gab es aber bis auf einen Fall (eine Schrift mit "Darstellung nackter Frauengestalten") keine Beschlagnahmungen oder sonstige Beanstandungen trotz regelmäßiger Überprüfungen. Auch die Lemgoer Buchhändler würden es ablehnen, "ihr Ansehen und ihr Geschäft durch den Verkauf von Schund- und Schmutzliteratur in Verruf zu bringen." Das städtische Ordnungsamt merkte jedoch an, dass das Hauptproblem darin bestehen würde, "[...] daß es keinen einheitlichen Begriff gibt, was nun als Schund- und Schmutzliteratur anzusehen ist.". Im Februar 1953 schlug das Ordnungsamt - als Maßnahme zur Hilfestellung für die Kriminalpolizei - vor, die Lehrer in allen Schulen zu verpflichten, die Schultaschen der Schüler unvermutet auf Schund- und Schmutzliteratur zu überprüfen und über einen Verbindungsmann sofort an die Kriminalpolizei weiterzuleiten. Einzelheiten sollten im städtischen Jugendausschuß besprochen werden  Dieser Vorschlag war aber zunächst als Zwischenlösung bis zum Abschluss des zu erwarteten Gesetzes gedacht. Zu einer solchen Regelung oder Besprechung im Jugendausschuß ist es dann nicht mehr gekommen, da das Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften bereits im Juni 1953 erlassen wurde.

Die Vorstellungen der Lemgoer Ordnungsbehörde gingen also ursprünglich deutlich über die späteren, tatsächlichen Bestimmungen des Gesetzes hinaus. Im Oktober 1955 erhielten die kommerziellen Leihbüchereien in Lemgo (Klarholz, Gerhard Rieck, Otto Liesegang, Heinrich Schmuck und Gerhard Vossen) die Mitteilung, über welche Bezugsstelle sie ein Verzeichnis unzüchtiger und jugendgefährdender Schriften erhalten können, um diese aus ihrem Bestand auszusortieren. Diese Leihbüchereien waren für den Vertrieb der Groschenhefte und anderer "Schmöker" in den 50er Jahren bedeutsam, so dass man wohl bestrebt war, auch diese möglichen Verteilungsstellen auszuschalten. Ein besonderer Nachdruck bei der Verfolgung der "Schmutz- und Schundliteratur" war hier aber nicht mehr festzustellen.

Die Initiative zur Aktion vom 31. Oktober 1953 ging anscheinend auf einen Aufruf des damaligen CVJM Lippe zurück. Die Wahl des Reformationstages wird sicherlich auch kein Zufall gewesen sein. Ob man damit an die Verbrennung theologischer Schriften und der päpstlichen Bannandrohungsbulle durch Martin Luther (am 10. Dezember 1520) indirekt anküpfen wollte, bleibt jedoch offen. Laut der Lippischen Rundschau wurden im Vorfeld 3000 Schundhefte gesammelt und 300 Jungen nahmen mit Fackeln in Lemgo teil. Das auch in vielen anderen Orten übliche Eintauschen von "Schundliteratur" gegen "gute Literatur" gab es auch in Lemgo. Dadurch alleine seien 1100 Hefte zusammengekommen.

Neben den männlichen Jugendlichen nahmen der Posaunenchor als musikalische Umrahmung und Vertreter des Regierungspräsidenten bzw. des Kreises und der Stadt Lemgo teil. Am nächsten Tag folgte eine Werbefahrt der Jungen auf Fahrrädern zum Lemgoer Marktplatz, wieder mit Ansprachen und anschließend wurden zahlreiche Luftballone losgelassen, an denen jeweils eine Karte mit folgendem Inhalt hing: "Wir Jungscharen des Lipperlandes grüßen unsere Freunde und Kameraden und rufen Euch auf, mit uns gegen Schund und Schmutz in Wort und Bild zu kämpfen!".

Fotoaufnahmen zu den Ereignissen am 31.10. bzw. 01.11.1953 gibt es nicht. Lediglich der Ballontag des CVJM Lemgo aus dem Jahre 1951 ist im Fotoarchiv Hermann Walzer dokumentiert. Die nächtliche Bücherverbrennung war vermutlich fototechnisch nur schwer zu bewerkstelligen und ist deswegen unterblieben.

Die deutliche Unterstützung der gesamten Aktion durch die Lippische Rundschau fand zumindest in der Freien Presse vom 31.10.1953 (siehe Foto) einen deutlichen Kritikpunkt. Hier wurde indirekt mit Hinweis auf die Bücherverbrennung 1933 eine gewisse Geschichtsvergessenheit bemängelt und vor den Folgen einer solchen Haltung gewarnt. Nachfolgeaktionen in vergleichbarer Art gab es in Lemgo anscheinend nicht...

Warum Lemgo als Ort für diese Kampagne ausgewählt wurde, ist unklar. Der Hinweis auf diese Aktion entstammt einem kurzen Eintrag in der Stadtchronik Karl Meiers, die gerade für eine Veröffentlichung für das Internet vorbereitet wird.

Vgl. zum Thema auch den Beitrag im Archivamtblog über eine Ausstellung jugendgefährdender Schriften am 9. Mai 1969 im Landeshaus des LWL in Münster.


Archivpädagogik im Stadtarchiv Lemgo zum Thema „Gastarbeiter“ – ein Beitrag zu Diversität und Inklusion anlässlich der diesjährigen International Archives Week

Ein Schwerpunkt der vom ICA (International Council of Archives) veranstalteten International Archives Week 2021 vom 7. bis 11. Juni sind die Aspekte Diversität und Inklusion, d. h. wie kann man auch Minderheiten und eher unterrepräsentierte Gruppen bei der archivischen Arbeit (u. a. bei der Auswahl der dauerhaft aufbewahrungswürdigen Unterlagen oder in der Öffentlichkeits- und Vermittlungsarbeit) berücksichtigen.

Auf diesem Feld steht das Stadtarchiv sicherlich noch am Anfang, aber im Rahmen der Archivpädagogik bieten wir seit einiger Zeit auch ein Modul für weiterführende Schulen zum Thema der sog. Gastarbeiter ab den 1960er Jahren an.

In der örtlichen Möbel- und holzverarbeitenden Industrie waren zunächst vor allem griechische und italienische, später dann auch zunehmend türkischstämmige und jugoslawische Arbeitnehmer beschäftigt. Ab dem Anwerbestopp 1973 wurden diese Gruppen in der Bevölkerung, Presse, Verwaltung und Politik zunehmend  kritisch gesehen und tauchten so als Fälle oder als zunehmendes Problem in den Unterlagen des Sozialamtes bzw. der örtlichen Schulen wegen fehlender oder mangelnder Sprachkenntnisse auf. Die Tätigkeit des türkischen Arbeitervereins als eine Form der Selbstorganisation der „Gastarbeiter“ in Lemgo spiegelt sich deswegen v. a. in den Akten des Sozialamtes wieder. 1981 bildete sich dann auf Ebene der politischen Gremien ein nur aus Deutschen bestehender Arbeitskreis Ausländer und 1985 ein Ausländer-Beirat, der die Zusammenarbeit mit den nun zunehmend als Migranten wahrgenommenen Gruppen suchen sollte. Bereits 1970 hat sich in Lemgo ein Fest der Nationen entwickelt, das bald als Prüfstein für ein erfolgreiches oder eben nicht erfolgreiches Miteinander in Lemgo empfunden wurde.

Innerhalb des archivpädagogischen Moduls werden die Schülerinnen und Schüler zunächst mit unterschiedlichen Unterlagen und Materialen zum Thema „Gastarbeiter“ im Original aus den Beständen des Stadtarchivs konfrontiert, u. a. Akten des Sozialamtes, ein Protokollband des Ausländerbeirates, Zeitungsausschnitte, Schulunterlagen zum muttersprachlichen Unterricht, ein Schüleraustauch mit der Stadt Bursa in der Türkei und Unterlagen des türkischen Arbeitervereins. Daneben finden die Schülerinnen und Schüler auch einen Band der städtischen Hausblätter. Die Serie der Hausblätter erfassen - nach Straßen und Hausnummern geordnet - alle gemeldeten Personen in Lemgo zwischen 1914 und 1964. Unter den Firmenadressen können die Schülerinnen und Schüler dann erkennen, dass die „Gastarbeiter“ ab 1963 genauso wie die Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkrieges auf dem Betriebsgelände des Unternehmens, bei dem sie eingesetzt waren, auch wohnten, vermutlich sogar in den selben Unterkünften…

In einem nächsten Schritt setzen sie sich inhaltlich-kritisch mit den Darstellungen der „Gastarbeiter“ in zwei Presseberichten (1963 und 1978) auseinander. Eine weitere Gruppe analysiert zwei Darstellungen zur „Ausländerarbeit“ in Lemgo, einmal aus Sicht der Verwaltung und einmal als politische Äußerung. Für fortgeschrittene Schülergruppen gibt es noch Zusatzmaterial in Form von Presseberichten und Meinungen zu in türkischer Sprache verfassten politischen Parolen an Lemgoer Häuserwänden 1978, die als Reaktionen zu innerpolitischen Auseinandersetzungen in der Türkei (Militärputsch) zu verstehen sind. 

Hier bieten sich dann neben der Diskussion der Analyseergebnisse mit den Schülerinnen und Schülern auch Anknüpfungspunkte an die Gegenwart an.

Bei Interesse an der Durchführung dieses Moduls durch Schulen können sich die Lehrkräfte gerne beim Stadtarchiv melden.


Schmähbrief aus dem Stadtarchiv Lemgo in der Sonderausstellung "Fake for Real" im Haus der Europäischen Geschichte

In der aktuellen Sonderausstellung "Fake for Real - Eine Geschichte der Fälschungen" im Haus der Europäischen Geschichte in Brüssel befinden sich als Leihgabe Schriftstücke aus der Prozessakte wegen Verleumdung und Diffamierung (Verbalinjurien) gegen den Lemgoer Ratsapotheker David Welman (Stadtarchiv Lemgo A 4694). Dabei handelt es sich um sog. Schmähbriefe oder Schmähschriften. Schmähbriefe (Pasquillen) dienten in der Vergangenheit der Verunglimpfung und Herabwürdigung eines Gegners aus unterschiedlichen Motiven. Abweichend vom Fall Jan Böhmermann sind die Verfasser der Schmähbriefe zumeist anonym und bedienen sich dieser Form auch, um eine höhergestellte oder mächtigere Persönlichkeit kritisieren, diffamieren oder lächerlich machen zu können, ohne sich selbst zu gefährden.

Auch im Stadtarchiv Lemgo haben sich durchaus Fälle solcher Pasquillen und Schmähbriefe erhalten. Ein recht prominenter Fall ist der des Lemgoer Ratsapothekers David Welman (1595 – 1669)  aus dem 17. Jahrhundert, der insbesondere wegen der Werwolf-Vorwürfe eine gewisse Berühmtheit erlangte. Den gesamten Fall können Sie hier in einem Vortragsmanuskript (PDF-Datei) nachlesen.

Der Apotheker Welman war in Lemgo aus verschiedenen Gründen mit einzelnen Lemgoer Bürgern und Bürgerinnen in Konflikt geraten. Zwischen März und Oktober 1642 tauchten dann in der Stadt an prominenten und öffentlichen Orten angeheftete Zettel mit Schmähbriefen gegen den Ratsapotheker auf. In den Texten wurde Welman mit zahlreichen Beleidigungen und Schimpfworten belegt, u. a. auch als Werwolf, Hexenmeister, Teufel usw. Damit war die Ehre des Geschmähten in Gefahr geraten. In der Frühen Neuzeit war Ehre eine Form des sozialen Kapitals, das man vermehren und vermindern konnte. Ehre bestimmte nicht zuletzt auch die eigene Position innerhalb einer Gesellschaft. Wehrte man sich nicht gegen solche Herabwürdigungen, galten die geäußerten Vorwürfe als glaubhaft. Welman musste also handeln, was bei anonymen Flugschriften schwierig ist. Sein Verdacht richtete sich gegen die Lemgoer Familie der Plattenschläger, insbesondere gegen Gottschalk Plattenschläger, gegen den er einen Prozess in Gang setzte, der ohne ein endgültiges Urteil ausging.

Die zugehörigen Prozessakten haben sich im Stadtarchiv erhalten und umfassen mehrere Bände (StaL A 4694 – A 4701). Zeugenaussagen wurden protokolliert, die die Autorenschaft der Plattenschlägers belegen sollten. Teil der Prozessakten wurden auch die angehefteten 35 Pasquillen, die lose beigefügt und in einem fortlaufenden Text durchnummeriert abgeschrieben wurden. Damit ist ein umfangreicher Bestand an Schmähtexten erhalten, der die ganze Bandbreite an Beleidigungen, Unterstellungen und Beschimpfungen der damaligen Zeit enthält. Neben den Textpassagen wurden auch kleine Zeichnungen beigefügt, vor allem Welman als Werwolf oder mit einem wolfartigen Tier.

Warum die Pasquille mit der Originalzeichnung Welmans als Werwolf, der aus dem Schornstein der Ratsapotheke hinausfliegt, nicht mehr vorhanden ist und was das mit der NS-Zeit zu tun hat, können Sie auch hier erfahren.

Dr. Gerd Schwerhoff, Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der TU Dresden, fasst diese Form der herabsetzenden Kommunikation in seinem wissenschaftlichen Blog unter dem Forschungsbegriff "Invektivität" zusammen. Im gleichnamigen Sonderforschungsbereich an der TU Dresden werden interdisziplinär die verschiedenen Erscheinungsformen von invektivem Verhalten in Vergangenheit und Gegenwart untersucht. 

Die Sonderausstellung im Haus der Europäischen Geschichte  ist aktuell noch bis Oktober 2021 zu sehen und wird vermutlich noch bis Anfang 2022 verlängert.


Der Pfingstgraben – ein künstlicher Wasserlauf zwischen Schloss Brake und Lemgo

Am nordöstlichen Rand des Parkplatzes Bleiche in der Nähe des Regenstorplatzes sieht man einen kleinen Bach, der durch die Öffnung unterhalb der Bastion in den innerstädtischen Bereich fließt. Seinen Ursprung hat er beim Schloss Brake, als Abfluss des Mühlenstaus, ursprünglich in der Nähe der Ölmühle am Schloss angelegt. Sein Verlauf ist inzwischen größtenteils oberirdisch bis auf das Gelände des heutigen Eau-Le; dort ist der Verlauf unterirdisch. 

Es handelt sich dabei um ein künstlich angelegtes Gewässer, einen Kanal, der zum einen den südlichen Stadtgraben Lemgos mit Wasser befüllte, zum anderen auch die heute nicht mehr bestehende St.-Johannis-Mühle am westlichen Ende der Mittelstraße mit Wasserkraft versorgte. Deswegen sind für dieses Gewässer in den Quellen auch die Bezeichnungen “Mühlengraben“ oder „Alter Fluss“ geläufig. Genauso häufig wird er auch einfach nur „Graben“ genannt. Der älteste, urkundliche Hinweis stammt aus dem Jahr 1323. In diesem Jahr verkaufte Simon I. den Graben (fossam nostram aqueam), der die Mauern und Wälle der Lemgoer Neustadt einschloss, den dortigen Bürgern zur dauerhaften Nutznießung.

Es ist also davon auszugehen, dass dieser Graben oder Kanal bei der mittelalterlichen Stadtanlage Lemgos bereits mitgeplant und angelegt wurde. Durch die Sanierungsmaßnahmen des Vereins Alt Lemgo Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre an der Bastion des sog. Kramer-Rondells mit der teilweisen Wiederherstellung von Stadtmauer, innerem und äußerem Graben, Turm und Wallanlage konnte der Graben in seiner eigentlichen Funktion und ursprünglichem Verlauf wieder sichtbar gemacht werden.

Der Name „Pfingstgraben“ soll sich daher ableiten, dass er um Pfingsten alljährlich instand gesetzt, also ausgeschlagen wurde. Diese in der Literatur wiederkehrende Wortherleitung ist allerdings quellenmäßig bisher nicht belegt. Heinz Sauer erwähnt in seiner 2002 erschienenen Dissertation über die Baugeschichte des Schlosses Brake keinen Quellenbeleg für einen „Pfingstgraben“, obwohl er die einschlägigen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Quellen umfangreich ausgewertet hat. Das jährliche Ausschlagen, d. h. Ausheben und Reinigen des Bachbettes, ist jedoch belegt und auch für andere Bäche, Flüsse und Gräben vollkommen üblich. Häufig wurde dies von den Anliegern im Rahmen der feudalen Hand- und Spanndienste zwangsweise ausgeführt. In den lippischen Flurkarten aus dem späten 19. Jhd. wird das Gewässer bereits als „Pfingstgraben“ bezeichnet. Ernst Weißbrodt nennt in seiner in der Lippischen Post 1937/38 veröffentlichten Serie über Lemgoer Flurnamen zwar den „Alten Fluß“, aber keinen „Pfingstgraben“, obwohl er in den amtlichen Dokumenten in den 30er Jahren durchaus so genannt wurde.

Die Frage ist also am Ende, wie alt oder historisch der Name „Pfingstgraben“ tatsächlich ist und ob zum bevorstehenden Pfingstfest am Sonntag tatsächlich eine alte Tradition zu erinnern wäre…


Zoom-Vortrag vom 08.05.2021 über Harald Deilmann inzwischen online auf Youtube

Der Vortrag vom 08. Mai 2021 am Tag der Städtebauförderung von Stefan Rethfeld über den Architekten und Städteplaner Harald Deilmann ist inzwischen auf Youtube online gestellt.


Warum es eine Geschwister-Scholl-Straße in Lemgo gibt (oder beinahe nicht gegeben hätte)... Eine Begebenheit aus der Nachkriegszeit

Am vergangenen Sonntag wurde an den Geburtstag von Sophie Scholl vor 100 Jahren am 09. Mai 1921 erinnert. Sie, ihr Bruder Hans Scholl und weitere Sympathisanten der "Weißen Rose" gelten heute als Symbolfiguren eines idealistischen, jugendlichen Widerstandes gegen Adolf Hitler, den Nationalsozialismus und nicht zuletzt gegen den Zweiten Weltkrieg. Zahlreiche Straßen, Plätze und Schulen in der BRD sind inzwischen nach ihnen benannt.  So gibt es auch in Lemgo eine Geschwister-Scholl-Straße, die ihre Existenz einer "Entschließung des Bürgermeisters" in Lemgo vom 9. Mai 1945 zu verdanken hat, also bereits einen Tag nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht. 1945 war Clemens Becker der von den Alliierten eingesetzte Lemgoer Bürgermeister, der sich anscheinend für diese Umbenennung stark gemacht hatte und ihr mutiges Handeln für erinnerungswürdig hielt. Einen Lemgoer Rat oder entsprechende Ausschüsse waren im Mai 1945 noch nicht wieder eingerichtet, so dass ein solcher "Alleingang" des Bürgermeisters möglich und rechtmäßig war.

Im Zuge dieser Entschließung wurden Straßennamen aus der NS-Zeit wie die 1935 nach Hitler und Hindenburg benannten Wälle nach den "Männern des 20. Juli", also Widerstand leistenden Offizieren der Wehrmacht, umbenannt. So sollte es einen von Witzleben und von Stauffenberg-Wall geben. "Ferner sind vor ca. Jahresfrist die Stud. Geschwister Scholl, die eine Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus aufgezogen hatten, Opfer des Naziterrors geworden." Offensichtlich verfügte man in Lemgo noch nicht über verlässliche Informationen zu den näheren Umständen des Todes der Geschwister Scholl, die bereits am 22.02.1943, also deutlich mehr als vor Jahresfrist, hingerichtet worden waren. Vorgesehen für die Benennung nach den Geschwistern Scholl war die seit dem März 1938 bestehende Braunauer Straße am Lüttfeld. 1938 hatte man in Lemgo, nach dem sog. Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, diese Straße nach dem Geburtsort Adolf Hitlers (Braunau am Inn in Österreich) benannt. Gleichzeitig wurde der Name der Regenstorstraße in Donaustraße geändert.

Die Entscheidung Clemens Beckers im Mai '45 geriet aber im Sommer 1947 nachträglich in die Kritik. Äußerer und formaler Auslöser war ein Erlass des Innenminsters von NRW vom 6.11.1946, der die Kommunen aufforderte, Straßen und Plätze umzubenennen, die noch die Namen deutscher "Militaristen" trügen. Der Lemgoer Hauptausschuss beschloss daraufhin, dass die nach Staufenberg und von Witzleben benannten Wallabschnitte andere Namen erhalten sollten, da es sich ja bei beiden Offizieren um Angehörige der Wehrmacht und damit um Militaristen handelte. Dem Hauptausschuss lag aber bereits zu dem Zeitpunkt der Sitzung das Ergebnis einer Besprechung der Stadtdirektoren im Kreis Lemgo vor, die einhellig der Auffassung waren, dass diejenigen Offiziere der "Hitler-Armee", die sich politisch gegen das Nazi-Regime gestellt und Widerstand geleistet hätten, nicht als Militaristen im Sinne des Innenminister-Erlasses zu sehen sein".

Die Mitglieder des Hauptausschusses hatten sich folglich gegen die Auffassung des Lemgoer Stadtdirektors Sethe positioniert und eine sehr eigenwillige Interpretation des Erlasses durchgesetzt. Erstaunlich und ohne Begründung sollte nun auch die Geschwister-Scholl-Straße "anders benannt werden", obwohl es sich hier zumindest bei Sophie Scholl nicht um Angehörige der Wehrmacht handelte.  Später regte das Rats- und Ausschussmitglied der SPD Fritz Grabbe an, die Geschwister-Scholl-Straße nach dem SPD-Reichspräsidenten der Weimarer Republik Friedrich Ebert zu benennen. "Die Beschlussfassung über diesen Antrag wurde auf eine spätere Sitzung verschoben". Ein entsprechender Beschluss dazu erfolgte aber anscheinend nicht mehr, so dass die Straße ihren Namen vom 9. Mai 1945 bis heute beibehielt.

Über die Gründe, warum man 1947 eigentlich keine Straßen oder Wälle nach Angehörigen des Widerstandes gegen das NS-Regime haben wollte, kann man nur spekulieren. In den ersten Jahren nach Kriegsende galten diese Personen, auch gerne als "Verschwörer" bezeichnet, in den rechts-konservativen Kreisen noch als Landesverräter, die sich gegen ihr Volk gewandt und ihren Eid gegenüber Führer und Vaterland verraten hätten. Die Unrechtsurteile der NS-Justiz bzw. Militärjustiz wurden unkritisch übernommen. Damit waren auch Hans und Sophie Scholl Verräter und Verbrecher, ohne dass man die Umstände und Hintergründe ihres Handelns berücksichtigt hätte. Der Alternativvorschlag, die Straße nach Friedrich Ebert zu benennen, war aber vermutlich den Konservativen doch zu stark SPD-lastig, so dass vermutlich die ursprüngliche Bezeichnung beibehalten wurde. Besser die parteipolitisch neutralen Geschwister Scholl, wenn auch Landesverräter, als die Galionsfigur der SPD aus der Weimarer Republik...


Der 1. Mai-Feiertag in Lemgo oder die (versuchte) Erfindung einer Tradition vor 85 Jahren

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage wird der Internationale Tag der Arbeit am 1. Mai 2021 nicht wie üblich mit Veranstaltungen und Kundgebungen vor Ort stattfinden. Die Entstehungsgeschichte dieses Feiertages ist hinlänglich bekannt – erstmals unter den Nationalsozialisten 1933 zum nationalen Feiertag erklärt und während des Dritten Reiches als Propagandaveranstaltung der „Volksgemeinschaft“ (natürlich unter Ausschluss aller Gruppen, die nicht dazu zählten) missbraucht. Perfiderweise wurden ja am 2. Mai 1933 die Gewerkschaftshäuser gewaltsam besetzt und damit für jeden sichtbar eine unabhängige Arbeiterorganisation zerschlagen. Fortan wurde dieser Tag für die NS-„Gemeinschaftspflege“ vereinnahmt. Davon zeugen auch zahlreiche Fotoaufnahmen in den Beständen des Stadtarchivs Lemgo aus den 1930er Jahren, die die zum Teil sehr aufwendig gestalteten Umzüge der Betriebsgruppen mit Motivwagen, fahnengeschmückte Aufmärsche und das Begleitprogramm zeigen (siehe weiter unten). Darunter befindet sich auch die nebenstehende Aufnahme des Marktplatzes vor dem Ballhaus. Prominent in Szene gesetzt: ein Maibaum. An der höchsten Stelle das Hakenkreuz und etwas weiter darunter das Emblem der Deutschen Arbeitsfront (DAF), die maßgeblich bei Organisation und Vorbereitung beteiligt war. Wenn man allerdings genauer hinsieht, erkennt man Schilde mit Symbolen der verschiedenen Berufszweige. So ließe sich dieses Gebilde auch als sog. Zunftbaum deuten, der aus anderen Gegenden, aber auch aus Lippe durchaus noch bekannt ist und die Wappen der ehemaligen Zünfte vor Ort präsentierte.

Bemerkenswert ist, dass die Aufrichtung von Maibäumen, abgesehen von anderen Maibräuchen, bis dahin nicht zum hergebrachten lippischen Brauchtumsbestand zählte und im heutigen Kreisgebiet fast unbekannt war. Erst für 1936 lässt sich die Errichtung des Maibaumes für Lemgo nachweisen, außerdem die Wahl einer Maikönigin und die Fertigung eines Festwagens für die Maikönigin. Man kann hier also durchaus von einer teilweise erfundenen Tradition durch die Nationalsozialisten sprechen. Darin kommt auch der Wille zu einer reichsweiten Vereinheitlichung der Traditionsbildung zum Ausdruck, der auf lokale und regionale Besonderheiten keine Rücksicht nahm. Natur- und Heimatverbundenheit im nationalen Sinne sollten dadurch gestärkt werden.

Die Aufnahme scheint ursprünglich aus dem Lemgoer Fotografenhaus Fritz Ohle in der Haferstraße zu stammen. Eine Datierung ist nicht vorhanden, aber das Banner über dem Eingang zum Ballhaus „…Dankopfer dem Führer“ nimmt sicherlich Bezug zur SA-Aktion „Dankopfer der Nation“, die am 20. April 1936 (am Geburtstag Adolf Hitlers) durch den SA-Stabschef Viktor Lutze ins Leben gerufen wurde und zu Geldspenden für den „Führer“ zur „Schaffung neuer großer Kulturwerte“ aufrief. Aktionszeitraum war zumeist zwischen Mitte April und Mitte Mai. Die Lemgoer haben daraus anscheinend direkt eine Spende für den „Führer“ gemacht…Die Aufnahme könnte also 1936 oder zumindest danach entstanden sein.  Ob nachfolgend jedes Jahr ein solcher Mai- oder Zunftbaum aufgestellt wurde, ist nicht gesichert.

Am 1. Mai 1946 wurde nach Ende des Zweiten Weltkrieges erstmals wieder ein „Tag der Arbeit“ durch den Freien Deutschen Gewerkschaftsbund in Lemgo organisiert, der sich aber (zumindest bis 1948) mit einem „marschierenden“ Festumzug durch die Stadt noch deutlich am Ablauf aus der Zeit vor 1945 orientierte. Ab 1948 fiel der Festumzug ersatzlos fort. Ein Maibaum wurde nach 1945 bei den Maifeierlichkeiten in Lemgo nicht mehr erwähnt; die Traditionserfindung hatte sich letztlich wohl doch nicht durchgesetzt…



Sammelaufruf von Stadtarchiv und Städtischen Museen zur Dokumentation der Corona-Auswirkungen

Geschlossene Geschäfte und Schulen, Home-Office, Abstand halten, Schutzmasken tragen, Solidarität, Zukunftssorgen… Die Auswirkungen der Corona-Pandemie betreffen uns alle, verändern unseren privaten und beruflichen Alltag. Doch was wird davon in Erinnerung bleiben? Um diese Auswirkungen zu dokumentieren und dauerhaft zu erhalten, möchten das Stadtarchiv und die Städtischen Museen Lemgo gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sammeln.

Wir sammeln beispielsweise Texte (Ihre persönliche Corona-Geschichte, Tagebucheinträge, Notizen…), Audiovisuelle Aufzeichnungen (Ihr durch Corona veränderter Alltag in der Familie, Verein oder Firma), Fotos (Beobachtungen, die sie überrascht, erstaunt oder schockiert haben) und Gegenstände, die sie mit der Krise verbinden oder die in dieser Zeit eine besondere Bedeutung für Sie erlangt haben. Auch Plakate und Bekanntmachungen sollten Sie nach Ende der Krise nicht einfach wegwerfen, sondern uns zukommen lassen. Aufgerufen sind alle Lemgoer/innen, aber auch die privaten Initiativen, Vereine, Unternehmen und sonstigen Gruppen in unserer Stadt.

Hier geht es zu den weiteren Informationen...


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